Verkehrsbeschilderung bei einer Treibjagd

Bei Veranstaltung einer Jagd ist der Jagdverantwortliche aufgrund der Gefahrenerhöhung verpflichtet, die erforderlichen und zumutbaren Maßnahmen zu treffen, um den Straßenverkehr vor Schaden aus der eröffneten Gefahrenquelle zu bewahren. Ist eine Gefahrenvermeidung durch zeitliche oder räumliche Verlagerung der Jagd nicht möglich, kommen zur Absicherung des Verkehrs vorrangig Gefahrzeichen und Streckenverbote, ausnahmsweise auch Verkehrsverbote in Betracht. Verkehrsrechtliche Anordnungen dürfen aber grundsätzlich nur von Hoheitsträgern erlassen werden, da sie rechtsverbindlich in die Rechte der Verkehrsteilnehmer eingreifen. Der Jagdverantwortliche muss die entsprechenden Maßnahmen also bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde veranlassen. Bei kurzfristig erforderlich werdenden Bewegungsjagden ist dieses Verfahren aus Sicht der Jägerschaft zu zeitaufwendig.